An Wissenschaft und Forschung teilhaben, informieren, qualifizieren, beteiligen

Der Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ soll auch in der Wissenschaft eingelöst werden können. Gerade die Teilhabeforschung beschäftigt sich intensiv mit der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen, mit dem Ziel diese zu verbessern und einen gesellschaftlichen Wandel zur Inklusion herbeizuführen.
Menschen mit Behinderungen dürfen nicht zu beforschendes Objekt bleiben, sondern müssen selbst als Akteure des Forschungsprozesses auftreten können.
Für eine funktionierende und wirksame Partizipation an Themen der Teilhabeforschung ist ein Grundverständnis wissenschaftlicher Begriffe und Methoden erforderlich. Denn wir stellen uns die Frage, was behinderte Menschen eigentlich wissen und können müssen, wenn sie die Forderung nach Partizipation selbstbestimmt und kompetent erfüllen möchten.
Deshalb wird das bifos Projekt Materialien entwickeln, die einen Zugang ohne Vorkenntnisse ermöglichen sollen. Dazu werden Begriffe aus der Wissenschaft erläutert, Methoden vorgestellt und jeweils mit Beispielen verdeutlicht.
Hinzu kommen Informationen, die wichtig sind, um auf gleicher Augenhöhe an Befragungen teilnehmen zu können und auch selbst Forschungsfragen zu formulieren.
Mit diesem Angebot möchten wir dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbewusst Partner*innen für die Wissenschaft werden können.


Wir werden 2019 und 2020 vier eintägige Seminare anbieten:
1. Grundlagenwissen – Teilhabe als Begriff und Forschungsfrage
2. Grundlagenwissen – Lebensqualität als Begriff und Forschungsfrage
3. Gleichberechtigte Beteiligung an Forschungsvorhaben – was ist dafür erforderlich?
4. Formulierung weiterer Forschungsfragen auf dem Gebiet der Teilhabe aus Sicht von Menschen mit Behinderungen

Gefördert durch: Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Workshop „Teilhabe als Leitbegriff und Forschungsfrage - Grundlagenwissen“ am 17.10.19 in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ soll auch in der Wissenschaft eingelöst werden können. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht allein Objekte der Forschung bleiben, sondern müssen selbst als Akteure des Forschungsprozesses auftreten können. Für eine selbstbestimmte und wirksame Partizipation an diesen Prozessen ist ein Grundverständnis wissenschaftlicher Begriffe und Methoden erforderlich. Aus diesem Grund bietet bifos e.V. im Rahmen des Projektes „An Wissenschaft und Forschung teilhaben“ vier eintägige Workshops für Menschen mit Behinderungen an, in denen Begriffe und Themen aus der Wissenschaft und (Teilhabe-)Forschung erläutert, Methoden vorgestellt und mit Beispielen verdeutlicht werden. Wir werden uns fragen, was konkret Partizipation bei partizipativen Forschungsvorhaben bedeuten kann? Welche Anforderungen gibt es, welche Grenzen? Wie entwickelt man relevante Forschungsfragen, wie werden wichtige Forschungsergebnisse (v)ermittelt? Mit diesem Angebot möchten wir dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbewusst Partner*innen für die Wissenschaft werden können.

Die Workshops richten sich in erster Linie an Menschen mit Behinderung, die sich für die Themen Wissenschaft und (Teilhabe-)Forschung interessieren und dazu Grundlagenwissen erwerben möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zum ersten eintägigen Workshop des Projektes mit dem Thema

„Teilhabe als Leitbegriff und Forschungsfrage - Grundlagenwissen“

laden wir Sie herzlich ein:

Dieser findet am 17. Oktober 2019 von 10.30 – 16.00 Uhr in Berlin statt.

Veranstaltungsort: Sozialverband Deutschland, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin,
5. OG (barrierefrei)

Referent*innen:

Dr. Katrin Grüber (Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft) und    
Thomas Künneke (Kellerkinder e. V.)